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EE April hatte der. Bachchor anlaBlich des 20jahrigen Bestehens
such in Freiburg gefreut hatten. Die
abend fiihrten der Bachchor und der
Philharmonic Choir irn Miinster Handels ,,Messias“ auf. Das Konzert und
der anschlieBende Empfang im Historischen Kaufhaus wurden \zu einer
Demonstration der Freundschaft.
Langst seien iiber private Organisa- ten, seien sie von stadtischen Bedientionen’ und Vereine in den beiden steten erwartet worden. Die private
Stadten persénliche Freundschaften Unterbringung, meist in Familien des
entstanden. Eines der besten Beispie- Bachchors, habe diese Panne schnell
le sei der kulturelle und private Kon- vergessen lassen. ,.Die besonders gute
takt. zwischen den Mitgliedern der Partnerschaft zwischen diesen bei-
Kaisersaal des Kaufhauses die Mitwirkenden der Auffiihrung mit den
mit Worten: ,,Thank you very, very much
Fahrt nach Freiburg sei allerdings
durch eine Autopanne in Belgien becer.
Stadtepartnerschaft
Guildford in der englischen Stadt ein for the wonderful concert.“ In seiner eintrachtigt worden. Obwohl die EngKonzert gegeben, an dem auch Mit- Ansprache erinnerte Bohme an die lander erst mit siebenstiindiger Verglieder des Guildforder Philharmonic. vielen gemeinsamen Kontakte zwi- -spitung und mitten in der Nacht beim
Orchestra mitwirkten. Am Samstag schen den beiden Partnerstadten. Rathaus in Freiburg eintreffen konn-
Chor mit 190 Sangern aus Guildford und Freiburg sang im Miinster den ,,Messias“
Eine Demonstration der Freundschaft
Se Gegenbesuch iim 20. Jahr des Bestehens der Stidtepartnerschaft
Unter den 1650 Besuchern aes Kon-
zerts waren neben Bundesinnenmini-
ChiGre.
Nachdem der Oberbiirgermeister
den Stddten ist eine Pflanze, die wir
hegen und pflegen sollten“, sagte
ster, Wolfgang Schaublé. auch.Ober- Gastgeschenke iiberreicht hatte, be- Watts...
btirgermeister Rolf Boéhme, der Rektor..der;.Universitat,. Professor Ruichardt, sowie Reprasentanten der
Stadt Guildford. Alle Zuh6rer zeigten
sich vom Zusammenwirken der bei-
den Chére so begeistert, daB der in einem Gotteshaus nicht gerade tibliche
Beifallssturm nicht zu bremsen war.
Unter den 190 Saéngern waren 75 aus
Guildford. Am Samstag abend nach
dem Konzert begriiBte OB Boéhme im
Keiner der’Gaste> sprach ein kleines
‘dankte: sichGuildfords, Biurgermeisterin. Lloyd-Jcones fiir die iiberaus herz- Probleman, das vor allemin den klei-
nes
liche Aufnahme des Chors und der nen ‘Pausen des Konzerts fiir viele ein
kleinen Gruppe aus dem Rathaus. Argernis war: Dic éffentlichen Toilet-
ten in der Alten Wache am Miinsterplatz waren trotz des tiberall bekannung durchdie ‘Stadt und den Empfang, ten Konzerts abgeschlossen worden,
so daB zahireichen Besuchern nichts
Bohmes.
anderes tibrigblieb, als die Toiletten.
betorte in seiner Ansprache, daB sich benachbarter Gastwirtschaften ‘zu bedie Guildforder seit April auf den Be- nutzen.
Der Leiter des Bachchors, Hans Michael Beuerle, dankte fiir die Betreu-
Guildfords Pameaitineschel Watts
“ox. 0«.
-dDen Horer ,,besser zu machen
aeae ,Messias“ mit dem Bachchor und dem Guildford Philharmonic Choirin Freiburg go
Aric
Hans Michael Beuerles Programne Unternehmens im Freiburger Miinster men 'Takten in den Gehalt,,Heeiner
was de-
heft-Diktum ist uneingeschrankt zuzustimmen: Ein angemesseneres Werk
als Hindels ,,Messias“ laBt sich fiir eine
obendrein Jubildumszwecken dienende Co-Produktion eines deutschen und
eines englischen Chors schwerlich finden. Und so wurde denn mit einer Geden
durch
meinschaftsauffiihrung
Freiburger Bachchor nebst Bachorchester und den Guildford Philharmonic
Choir (Einstudierung: Neville Creed)
der SchluBpunkt hinter die Feierlich-
'keiten zum zehnjahrigen Bestehen der
Partnerschaft zwischen Freiburg und
Guildford gesetzt (die britischen Gaste
erwiderten einen Bachchor-Besuch, bei
dem man zusammen Beethovens ,,Missasolemnis“dargebotenhatte)..
Johann Sebastian Bach schrieb seine
Musik bekanntlich ,,nur zu Gottes Ehre
und Recreation des Gemtiths“ und figte warnend hinzu: ,, Wo dieses nicht in
Acht genommen wird da ists keine eigentliche Music sondern ein Teufli-
sches Geplerr und Geleyer.“ Handel
winschte, mit dem ,,Messias“ seine H6rerklientel ,,besser zu machen“. Natir-
lich hatte er mit dieser ethisch-hurnanitaren Zielsetzung nicht unbedingt eine
Stadtepartnerschaft im Auge. Nimmt
man indes das Niveau des ,,Messias"-
als Gradmesser, dann kann es um die (etwa der Alt-,Nummer“
Liaison zwischen Freiburg und Guild- spised“) eingeftihrt oder bei derinstru- |
mentalen ,,Pifa‘-Idylle genau jene
ford nur bestens bestellt sein.
Da waren beispielsweise beide Chor- kiinstlerisch hochstehende Simplizitat
abordnungen zu einer homogenen und zum Leben erweckt wurde, die Handel
dabei bruchlosen Einheit verschmol- diesem Stiick in die Wiege gelegt hatte
zen. Die Verkehrssprache: Englisch — der Hérer verstand die Botschaft.
(wie schon bei einem tiberzeugenden Freilich gab es in der ersten halben
Bachchor-,,Messias“” vor knapp fiinf Stunde noch Balance-Kalamitaten, unJahren). Und immer wieder wunderte ter denen namentlichdas Orchester zu
man sich, wie musikalisch akkurat die leiden hatte.
Die bereits erwahnte Alt-Arie ,He
wie
reagierten,
Choristenscharen
schlank und dennoch satt der Klang was despised“ (Er wurde verachtet)
sein konnte, wie Beuerle die Chancen verdient auch unter vokalsolistischem
nutzte, herrliche Chor-Kammermusik Aspekt besondere Beachtung: Cornelia
entstehen zu lassen. Da hatte selbst das Kallisch bot hier naémlich eine schier
larmanfallige ,,Hallelujah“. zwar viel mustergiiltige »Mischung” aus expres-
mit Jubel und hymnischer:D-Dur-Fest- siver, ja inbriinstiger Versenkung und
Draufblick.
Ibolya Verebics bewies bei der ,,Erl6ser“-Arie ihre innig-natirliche, sschon
gestaltende (wenn auch durch einen etwas hauchigen Ansatz mitunter leicht
Sopran-Schlankheit.
aufgerauhte)
Bernhard Gartner zeigte sich wieder
mal als fast universaler Tenor-Lyriker
hohen Grades. Fiir weitere Aufgaben
lichkeit' zu tun, nie aber mitGebriill reflektiert-distanziertem
und Kraftmeierei. Beuérles Interpretation: ein drahtiger, schlanker, vifer
»Messias“ mit einem nichtsdestotrotz
sehr differenzierten Blick fiirs wirklich
Wesentliche. Und dann oft diese gleichsam schwerelose Koloraturen-Leichtigkeit (Beispiele lieBen sich gieich reihenweise anfiihren).
GroBe Augenblicke gab es haufig empfahl sich der Bachchor-Debitant
auch bei Beuerles Orchesterarbeit.,Ob Martin Biasius mit seiner (lediglich. bei
da mit ein paar interpretatorisch unge- Koloraturen zum Nivellieren neigenmein tiefschiirfenden und einfiihlsa- den) Bab-Gravitat. JOHANNES ADAM
Der Bau des Konzerthauses
Im November 1985 faBte der Gemein-
umfangreichen Vergaben von Auftra-
lichen Lebens heraus resultiert und Uber
derat der Stadt Freiburg den Grund-
gen
der fachlichen
die Stadt hinaus erhebliche Ausstrahlungs-
satzbeschluB zum Bau der Kultur- und
Kostenkontrolle dieses GroBprojektes
kraft in die gesamte Region sowie Uber
Tagesstatte und entschied sich fiir das
wurde das in der Kostensteuerung erfah-
deren Grenzen hinaus haben wird.
als Parkplatz genutzte Grundstiick an
rene
der
zweistufiger
Drees & Som-
Realisierungswettbewerb
mer in Stutt-
Bismarckallee.
Ideen-
und
Ein
kontrolliert.
Buro
ging im November 1987 mit dem ein-
gart
stimmigen Votum des Preisgerichts fur
tragt.
den Entwurf des Berliner Architekten
Im Mai 1992
Dietrich Bangert zu Ende. Das Baupro-
wurden
gramm stitzte sich auf das bereits Ende
der
Grin
der 70er Jahre entwickelte Konzept
dung
der
eines Hauses mit einem groBen Saal fur
dreigeschos-
knapp 2000 Besucher, einem kleinen
sigen Tiefga-
Saal und zahlreicher teilbarer Tagungs-
rage die Ar-
raume.
beiten
Mit
ers
beauf-
mit
am
Konzerthaus
aufgenommen.
Knapp
funf Monate
spater konnte
ame2:
Oktober
1992
durch
Oberburgermeister
Dr.
Bohme_
die
Grundstein-
legung erfolgen, die auf
Im Februar 1988 folgte der Gemeinde-
der Sohle des
rat mit seinem GrundsatzbeschluB der
betonierten
Empfehlung der Preisrichter, den Ban-
dritten
gertschen Entwurf zu realisieren und
garagenun-
durch eine Uberarbeitung die Investiti-
tergeschos-
onskosten auf das Volumen von 90
ses
Mio. DM brutto in den Preisen des Jah-
fand.
res 1987 zu begrenzen. Gegen den
Am 28. April
GemeinderatsbeschluB
1994
richtete
sich
Tief-
statt-
wurde
dann ein Burgerbegehren und ansch-
das Richtfest
lieBend ein Burgerentscheid, der jedoch
des
das
deshalb
hauses gefei-
nicht gultig war. Der Gemeinderat hielt
ert. Inden fol-
mit Zweidrittelmehrheit am Bau des
genden
Hauses fest und beauftragte im Juli
den
1990 die Stadtverwaltung und die Frei-
wurde
burger Stadtbau, den Kostennachweis
komplizierte
fur das Projekt vorzulegen. Am
19.
Innenausbau
Februar 1991 kam es zum BaubeschluB
vorgenom-
fur die Kultur- und Tagesstatte.
men.
Beson-
Vor dem Hintergrund der kontroversen
ders
der
Diskussion innerhalb der Burgerschaft
GroBe
Saal
war es ein besonderes Anliegen der
mit
Stadtverwaltung
und der Freiburger
auBerge-
Stadtbau, bei der Realisierung des Kon-
wohnlichen
zerthauses eine groBtmdgliche Trans-
Technik stellte
parenz des Bauablaufs und der Kosten-
hohe
entwicklung
derungen an Planer und ausftihrende
Quorum verfehlte
zu
und
gewahrleisten.
So
Konzert-
__bei-
Jahren
der
seiner
Anfor-
wurde der gemeinderatliche Konzert-
Firmen.
Dr. Gunther Petry
haus-AusschuB zur Entscheidung bau-
Mit dem Konzerthaus hat die Stadt Frei
Erster GeschaftsfUhrer
begleitender Fragen gebildet. In Ergan-
burg ein Bauvorhaben verwirklicht, das
Freiburger Stadtbau GmbH
zung dazu wurde der Konzerthaus-Ver-
aus den Belangen eines vielschichtigen ku+
gabeausschuB
turellen, gesellschaftlichen und wirtschaft-
eingesetzt,
der
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Dear Max, John and Bob,
since our Verdi-Requiem time has passed by, so it would be good to refresh our
remembrance of this remarkable mutual concert, and, of course, the time you spent
with us and the pleasure we've had with you.
For this purpose we send to you the CD with this concert. Though it is only a semiprofessional recording (and not for public selling) we are sure you will enjoy it as
much as we did.
Hope we will see us again not too far in future. Could you consider staying some
time in summer with us (either of you), with wives of course? You might like the
Black Forest in summer and we would like to have you again with us.
Many thanks for your letters , it was nice hearing from you.
With bestregards
//
—
7
Nex AC
(Actually we are preparing simultaneously St. Matthew’s Passion and War Requiem,
which probably will be our last Bachchor concerts.)
Py
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e-mail: arminopitz@myfaz.net
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